Welche Implantatfüllungen gibt es?

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    • Welche Implantatfüllungen gibt es?

      In Deutschland erhältlich waren oder sind Implantate gefüllt mit
      Silikongel
      Kochsalz
      Doppellumenimplantate
      , die zwei Kammern besitzen: ein innerer "Kern", gefüllt mit Silikon, eine "Hülle", in der sich Kochsalz-Lösung befindet.

      Die Hülle des Implantats besteht immer aus Silikon. Silikon kommt in vielen Bereichen vor und es gibt kaum Personen, die allergisch darauf reagieren. Selbst Herzschrittmacher sind mit Silikon beschichtet. Eine Allergie auf Silikon läßt sich durch einen Test nicht sicher aussschließen; sie ist aber wie gesagt äußerst unwahrscheinlich.

      Einige Zeit waren mit Sojaöl gefüllte Implantate auf dem Markt. Diese wurden jedoch zurückgerufen - das Öl wurde ranzig und es gab noch diverse andere Nachteile. Frauen, denen man diese Implis eingesetzt hatte, wurden angeschrieben und aufgefordert, sich kostenlos Silikongel-Implis einsetzen zu lassen.

      Hydrogel -Implis wurden ebenfalls vom Markt genommen.

      Kochsalz -Implis werden vorwiegend in den USA eingesetzt, da Silikon dort noch immer nicht wieder zugelassen ist - es sei denn, eine Frau hatte Komplikationen mit Kochsalz ("Saline" ) Implis oder es bestand Krebs, eine starke Hängebrust oder eine Mißbildung. Dann dürfen auch Silikon-Implis eingesetzt werden - diese Fälle laufen dann immer unter einer Studie der großen Implihersteller Inamed (McGhan) und Mentor.
      Die letzte Anfrage von Mentor und Inamed, silikongel-gefüllte Implis in den USA wieder zuzulassen, fand in 2005 statt und wurde knapp abgelehnt. Allerdings wird weiter daran gearbeitet und es ist davon auszugehen, dass auch die USA in absehbarer Zeit Silikon-Implis wieder zulassen werden.

      In Deutschland wird Kochsalz so gut wie gar nicht mehr als Füllung verwendet. Es hat diverse Nachteile - deutliche Neigung zu Rippling (Wellenbildung, siehe "Komplikationen" ), gluckern, auslaufen, und es fühlt sich sehr unnatürlich hart an.

      Kohäsives Silikongel ist zum heutigen Stand das sicherste und vom Tastgefühl her natürlichste Füllmaterial für Implantate. Mit den früheren, mit Flüssigsilikon gefüllten Implis, ist das hochvernetzte (kohäsive) Silikongel nicht mehr zu vergleichen. Das Gel ist schnittfest und kann selbst bei einer Ruptur des Implantats nicht mehr auslaufen. Außerdem hat es eine "Memory-Funktion" - d. h., das Implantat behält seine Form; das Silikon sackt im Stehen nicht nach unten ab. Außerdem soll es die Gefahr des o. g. Ripplings reduzieren.

      Es gibt derzeit keine bessere Alternative.